• ENORM-Z-X-PM
  • GT-Lehrdorn
  • Kreissegmentfraeser
  • PunchTap
  • Speedsynchro-Modular
  • Tandemkegel
  • Cut&Form
  • EF-Hauptsitz

Minimalmengenschmierung (MMS)

Allgemeines:
Unter Minimalmengenschmierung versteht man das Kühlen von Zerspanungsprozessen mit sehr geringen Mengen Kühlschmierstoff. Dabei ist es wichtig, dass der Kühlschmierstoff geradlinig an die Wirkstelle Werkzeug/Werstück geführt wird, um dort die Entstehung von Reibwärme zu reduzieren. Der Kühlschmierstoff muss auch bei häufigem Werkzeugwechsel prozesssischer dosiert und zum Werkzeug geleitet werden.
Von Minimalmengenschmierung spricht man, wenn eine Menge von 5 bis 50 ml/h des MMS-Mediums verbraucht wird, als Trägermedium dient Luft. Das Verfahren ist eine Weiterentwicklung der Nassbearbeitung, bei der die Bearbeitungsstelle mit Kühlschmierstoff geflutet wird. Eine weitere Variante ist die Trockenbearbeitung, die ganz auf Kühlschmierstoffe bei der Zerspanung verzichtet.

Unterscheidung der MMS-Systeme:
Generell wird zwischen externen und internen MMS-Systemen unterschieden:

  • Bei der externen Zuführung wird das Luft-Öl-Gemisch von außen an die Bearbeitungsstelle über eine im Bearbeitungsraum der Werkzeugmaschine installierte Düse zugeführt. Es sind keine speziellen Halter oder Werkzeuge notwendig.
  • Bei der internen Zuführung wird das MMS-Medium durch eine für Minimalmengenschmierung geeignete Drehdurchführung, die Arbeitsspindel, den Werkzeughalter und das Werkzeug direkt bis zur Werkzeugschneide geführt. Hierfür sind spezielle Halter mit einer geraden, strömungsgünstigen Durchführung des MMS-Mediums notwendig. Ebenso werden MMS-optimierte Werkzeuge mit einer an den Halter angepassten Übergabefase und optimierten Austritten benötigt.

Bei der internen Zuführung wird wiederum zwischen 1-Kanal-MMS-System und 2-Kanal-MMS-System unterschieden:

  • Beim 1-Kanal-MMS-System wird das Luft-Öl-Gemisch vor dem Eintritt in die Maschinenspindel im MMS-Gerät erzeugt und durch die Arbeitsspindel und das Spannsystem zur Wirkstelle geleitet.
  • Beim 2-Kanal-MMS-System werden Öl und Luft getrennt durch die Spindel geführt, die Mischung der beiden Medien erfolgt beim Eintritt in den Werkzeughalter.

1-Kanal-MMS-System

 2-Kanal-MMS-System

  1. Drehdurchführung
  2. Arbeitsspindel
  3. MMS-Medium-Lanze
  4. Übernahmeeinheit
  5. Werkzeug-Aufnahme
  6. Werkzeug

Die Werkzeug-Aufnahmen:
Die Werkzeug-Aufnahmen für Minimalmengenschmierung müssen nicht nur das Werkzeug sicher spannen, sondern auch einen ungehinderten, verlustfreien und strömungsoptimierten Durchfluss des Luft-Öl-Gemisches ermöglichen. Beim 2-Kanal-MMS-System muss zusätzlich noch bei der Übergabe von der Spindel zum Schaft das Gemisch aus Luft und Öl erzeugt werden. Durch diese Anforderungen sind spezielle Schnellwechsel- und Spannzangen-Aufnahmen entstanden, die den jeweiligen Anforderungen der MMS-Systeme gerecht werden. Zusätzlich wurden Werknormen bzw. die Norm E DIN 69090 erarbeitet, welche die Übergabestellen von der Spindel zur Werkzeug-Aufnahme festlegen. Auch diesen Normen werden die EMUGE-Aufnahmen gerecht.
Um Toträume und Versackungen zu vermeiden, bietet EMUGE auch die für die Minimalmengenschmierung passenden Werkzeuge an. Die Übergabe von der Werkzeug-Aufnahme zum Werkzeug kann somit optimal aufeinander abgestimmt werden.

Folgende Werkzeug-Aufnahmen stehen zur Verfügung:
1. KSN/MQL:

Diese Schnellwechsel-Aufnahmen sind mit einem Längen­ausgleich auf Zug und Druck, dem von EMUGE patentierten Druckpunkt­mechanismus und der bewährten Zugausrastung ausgestattet. Zusätzlich wird durch ein angefedertes Rohr eine hindernisfreie Führung des Luft-Öl-Gemisches erreicht. Dieses Rohr sorgt auch für eine permanente Übergabe des Gemisches von der Werkzeug-Aufnahme zum Werkzeug. Dazu passend bietet EMUGE Einsätze vom Typ EM/MQL an, die planseitig zwischen Schnellwechsel-Aufnahme und Schnellwechsel-Einsatz abdichten. Diese planseitige Abdicht­ung ist vor allem bei der Gussbearbeitung und bei „Überkopf“-Bearbeitungen vorteilhaft.

2. Softsynchro®/MMS:
Diese Spannzangen-Aufnahmen sind mit dem bekannten Minimallängen­ausgleich mit getrennter Drehmoment- und Kraftübertragung ausgestattet, siehe auch Synchrone Gewindeherstellung. Auch hier ist eine strömungsoptimierte Führung durch ein angefedertes Rohr gegeben. Dieses steht durch die Anfederung immer sicher am Ende des Werkzeugschaftes an und garantiert eine verlustfreie Übergabe.

 
Social Media
Werkzeugdaten | EF Tool-Data
EF-Schnittdatenrechner
EF-Workshops 2017
Ausbildung & Karriere
Für den Ausbildungsbeginn September 2018 bitten wir um Bewerbung mit den entsprechenden Zeugnissen bis zum 30.09.2017

Die Ausbildungsplätze 2017 sind sowohl für den kaufmännischen Bereich als auch für den gewerblich-technischen Bereich besetzt.
ISO 9001:2008 Zertifikat